BEFREIENDE KUNST - Benefiz-Kalender fürs Frauenhaus Wächtersbach

Durch den Verkauf des Kalenders sind 10.000 Euro für das Frauenhaus in Wächtersbach zusammengekommen. „Das ist eine großartige Nachricht, denn dieses Geld kommt direkt dort an, wo es benötigt wird: Bei Frauen und ihren Kindern, die wegen häuslicher Gewalt auf den Schutz eines Frauenhauses angewiesen sind“, erklärte Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler, bei der Spendenübergabe.

Die Bilder des Kalenders sind im kunsttherapeutischen Projekt „Kunst-Oase“ entstanden, einem Angebot des Frauenhauses Wächtersbach in Kooperation mit der Kunsttherapeutin Sabine Räbiger (Linsengericht).

 

Gemalt wurden sie von Frauen, die im Frauenhaus leben oder gelebt haben. Einige dieser Kunstwerke waren auch in der Wanderausstellung „Befreiende Kunst“ unter anderem im April 2019 im Main-Kinzig-Forum zu sehen. Auf den Rückseiten der Kalenderblätter finden sich Informationen und hilfreiche Adressen im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt.

Häusliche Gewalt ist erschreckende Realität

Der Benefiz-Kunstkalender war eine Unterstützungs-Aktion für das Frauenhaus Wächtersbach, die wir trotz Corona im letzten Jahr durchführen konnten. Insbesondere bei Verkaufsaktionen etwa beim Wochenmarkt am Glashaus oder in der Fußgängerzone in der Altstadt Gelnhausens ging es neben dem Erlös von Geld auch immer darum, über Gewalt gegen Frauen zu sprechen. Wir sind dabei vielfach auf echtes Interesse und eine große Spendenbereitschaft gestoßen.

Häusliche Gewalt ist weltweit leider erschreckende Realität, auch in Deutschland. Jede Stunde erfahren im Schnitt 13 Frauen Gewalt durch den Partner. Für 117 Frauen endete im Jahr 2020 die Gewalt durch den (Ex-)Partner tödlich. Deshalb braucht dieses gravierende gesellschaftliche Problem große Aufmerksamkeit.   

Diese Verkaufsstellen haben uns  unterstützt:

Ort Verkaufsstelle
Alzenau

ambiente - Spiel und Spaß

  Lesekatze
  Streukörbchen (Alzenau-Wasserlos)
  Gaststätte Zum weißen Ross (Alzenau-Albstadt) 
   
Bad Orb Spessart-Buchhandlung (Hauptstr. 22)
   
Biebergemünd Altes Forsthaus (Kassel, Spessartstraße 33)
   
Erlensee

Rosen-Apotheke

  Meyer - Schreibwaren und Zeitschriften
   
Freigericht

Kaufhaus Benzing (Neuses)

  Das Buch (Somborn)
   
Gelnhausen Blumen und Mehr (Im Ziegelhaus)
 

Grimmelshausen Buchhandlung (Im Ziegelhaus)

  Guthmann Bürobedarf (Am Ziegelturm)
 

Mittendrin (Laden im Main-Kinzig-Forum)

  Parfümerie Kirchner (Altenhaßlauer Straße) 
  Restaurant ZUM MÜHLRAD (Burgstraße)
  Sabines Massagestübchen (Alte Leipziger Str. 40B)
  Unverpackt-Laden (Bahnhofstraße)
  Weltladen Gelnhausen (Langgasse 27)
   
Großkrotzenburg

Buchhandlung LESEBÄR

  Bonjour Kosmetikstudio
  Blaseks Brillenladen
   
Gründau Brillenmacher Wenzel (Lieblos)
   
Hanau Buchladen am Freiheitsplatz
  Hanau Laden (am Freiheitsplatz 3)
 

Pop-up Store, Nürnberger Straße

  Mittendrin - Unverpackt Einkaufen, Römerstraße 1
  Physiopraxis Schüttelkopf im Argonnerpark (HU-Wolfgang)
  Friseur Hairline im Argonnerpark (HU-Wolfgang)
  Café Rhayer (Großauheim)
  Buchhandlung LASS UNS LESEN (Großauheim)
   
Langenselbold Karlas Kosmetikinstitut
   
Linsengericht, Altenhaßlau Atelier für Kunst und Kreativität Sabine Räbiger
  Die Rahmenwerkstatt
   
Ronneburg Fuß Fenzl
   
Steinau an der Straße Bürgerbüro im Rathaus
   
Wächtersbach Altstadtladen, Lindenplatz 7
  Bahnhof Store & Bistro, Am Bahnhof
  Buchhandlung Dichtung und Wahrheit
  Rosen-Apotheke, Poststraße 6

 

PRESSEMITTEILUNGEN

Nachbarschaftshilfe in Wächtersbach

v.l.n.r.: Grit Ciani, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte MKK, Horst Wanik, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Gelnhausen,  Friederike Ley, aristanet, Wido Wagner, Geschäftsführer Stadtwerke Gelnhausen, Lea Kircher, Frauenhaus Wächtersbach, Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler, Heike Marrek, 1. Vorsitzende aristanet e.V., Brigitte Machnitzke,  Frauenhaus Wächtersbach, Erika Sauter und Elke Vollrath, aristanet, Oliver Habekost, Geschäftsführer Kreiswerke Main-Kinzig,

 

Benefiz-Kunstkalender bringt 10.000 Euro fürs Frauenhaus

  • Ziel erreicht: Kalenderverkauf bringt 10.000 Euro fürs Frauenhaus Wächtersbach ein
    
  • Große Aufmerksamkeit für das Thema häusliche Gewalt generiert
    
  • Dank an Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler als Schirmherrin
    
  • Dank an heimische Wirtschaft als Sponsoren 
    
  • Dank ans Referat für Frauenfragen als Multiplikator
    
  • Dank an 41 Verkaufsstellen für Unterstützung
    
  • Dank an alle Menschen, die den Benefiz-Kunstkalender gekauft haben
    
Mit kleinen Dingen Großes erreichen – das ist dem Frauennetzwerk aristanet e.V. mit seinem erstmals aufgelegten Benefiz-Kunstkalender 2022 gelungen. Gerade einmal 16x12 cm misst die Schachtel, in der die 12 Kalenderblätter liegen. Diese für einen Kalender eher kleine Größe, die Tatsache, dass die Verpackung zugleich als pfiffiger Aufsteller dient und natürlich die ansprechende Optik sind wohl der Grund, dass die 1.000 Exemplare so erfolgreich an die Frau und auch an den Mann gebracht wurden. „Wir haben sehr gut verkauft und können – auch dank zusätzlicher Spenden – jetzt 10.000 Euro auf das Konto des Vereins Frauen helfen Frauen e.V. Wächtersbach überweisen“, freuen sich die Frauen des Vereins „aristanet“, dem „Netzwerk für Frauen, die etwas unternehmen“. Im Beisein der Ersten Kreisbeigeordneten Susanne Simmler, Schirmherrin des Kalender-Projekts, Grit Ciani, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte im MKK, sowie der Sponsoren Horst Wanik (Kreissparkasse Gelnhausen), Oliver Habekost (Kreiswerke Main-Kinzig), Wido Wagner (Stadtwerke Gelnhausen) und Marcus Brandes (Agentur brandesmedia) nahmen Brigitte Machnitzke und Lea Kircher vom Frauenhaus Wächtersbach den symbolischen Scheck entgegen.


„Die aristanet-Frauen haben das Projekt Benefiz-Kunstkalender mit großem Elan und viel Engagement zum Erfolg geführt. Mir hat die Idee dieses etwas anderen Kunstkalenders für den guten Zweck von Anfang an gefallen und ich habe sehr gerne die Schirmherrschaft dafür übernommen“, betont Susanne Simmler. Die Bilder des Kalenders sind im kunsttherapeutischen Projekt „Kunst-Oase“ entstanden, einem Angebot des Frauenhauses Wächtersbach in Kooperation mit der Kunsttherapeutin Sabine Räbiger (Linsengericht). Gemalt wurden sie von Frauen, die im Frauenhaus leben oder gelebt haben. Einige dieser Kunstwerke waren auch in der Wanderausstellung „Befreiende Kunst“ unter anderem im April 2019 im Main-Kinzig-Forum zu sehen.


Häusliche Gewalt ist erschreckende Realität

„Der Benefiz-Kunstkalender war eine Unterstützungs-Aktion für das Frauenhaus Wächtersbach, die wir trotz Corona im letzten Jahr durchführen konnten. Insbesondere bei Verkaufsaktionen etwa beim Wochenmarkt am Glashaus oder in der Fußgängerzone in der Altstadt Gelnhausens ging es neben dem Erlös von Geld auch immer darum, über Gewalt gegen Frauen zu sprechen. Wir sind dabei vielfach auf echtes Interesse und eine große Spendenbereitschaft gestoßen“, erzählt Heike Marrek, 1. Vorsitzende des Vereins aristanet. „Häusliche Gewalt ist weltweit leider erschreckende Realität, auch in Deutschland. Jede Stunde erfahren im Schnitt 13 Frauen Gewalt durch den Partner. Für 117 Frauen endete im Jahr 2020 die Gewalt durch den (Ex-)Partner tödlich“, berichtet Grit Ciani. „Dieses gravierende gesellschaftliche Problem braucht große Aufmerksamkeit und wir freuen uns, wenn Menschen dafür aktiv werden“, betont Susanne Simmler. Die Frauen von aristanet e.V. nutzten die Gelegenheit, den anwesenden Sponsoren, der Ersten Kreisbeigeordneten und der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten für deren Unterstützung und Begleitung zu danken. „Unser Dank geht ausdrücklich auch an die Menschen in den 41 Verkaufsstellen von Alzenau bis Steinau, die uns beim Verkaufen sehr geholfen haben sowie an alle Menschen, die den Kalender gekauft haben“, unterstreicht Heike Marrek.   

 

Hintergrund:

 

Ohne Spenden geht es nicht

Für das Frauenhaus Wächtersbach berichtete Lea Kircher vom „Verein Frauen helfen Frauen Wächtersbach e.V.“, dass dort in der Zeit seit der Eröffnung im Jahr 1992 bis Dezember 2020 insgesamt 1.297 Frauen und 1.374 Kinder aufgenommen wurden. Weiter wies sie darauf hin, dass der Verein, der sich aus kommunalisierten Mitteln sowie Zuschüssen des Kreises und der Kommunen finanziert, auf Spenden angewiesen ist. „Nicht zuletzt aufgrund der großen Spendenbereitschaft können wir besondere therapeutische Angebote wie die ‚Kunstoase‘, aber auch Angebote für die Kinder im Frauenhaus verwirklichen“, erläuterte Lea Kircher.

 

Ansprechpartnerin für die Presse:

Marion Wögler

Telefon: 06051 883520 und 0171 4751269

E-Mail: mwoegler@mindspin.de

Nachbarschaftshilfe in Wächtersbach

v.l.n.r.: Apotheker Dr. Philipp Tauber, Brigitte Machnitzke (Frauenhaus Wächtersbach),

Marion Wögler (aristanet e.V.) und Bürgermeister Andreas Weiher.

Rosen-Apotheke verkauft Benefiz-Kunstkalender fürs Frauenhaus

Wächtersbach, 12.11.2021 - Die Rosen-Apotheke von Dr. Philipp Tauber in Wächtersbach ist eine von 35 Verkaufsstellen, in denen der Benefiz-Kunstkalender „Befreiende Kunst 2022“ erhältlich ist. Als Nachbar der Beratungsstelle des Vereins „Frauen helfen Frauen e.V. Wächtersbach“ ist es für den Apotheker keine Frage, den Verkauf aktiv zu unterstützen.

 

Dieser Tage stattete Wächtersbachs Bürgermeister Andreas Weiher der Apotheke in der Poststraße einen Besuch ab. „Der Benefiz-Kalender des Netzwerks aristanet zugunsten des Frauenhauses ist eine großartige Idee, die meine volle Unterstützung hat. Ich helfe gerne mit, das Projekt und vor allem die Verkaufsstellen in Wächtersbach noch bekannter zu machen“, so der Rathauschef. Neben der Rosen-Apotheke verkaufen in Wächtersbach auch die Altstadt-Buchhandlung „Dichtung und Wahrheit“, der Bahnhof-Store und der Altstadtladen den Benefiz-Kalender. „Das Frauenhaus ist eine absolut unterstützenswerte Einrichtung, deshalb unterstütze ich diese Verkaufsaktion gerne“, sagt Altstadtladen-Betreiber Heiko Jahn. Apotheken-Inhaber Dr. Tauber sieht das genauso: „Aus regelmäßigen Gesprächen mit den Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle weiß ich um die Bedeutung des Frauenhauses nicht nur für Wächtersbach, sondern für den gesamten östlichen Main-Kinzig-Kreis. Deswegen erweitere ich das Sortiment der Rosen-Apotheke gerne zeitweilig um den Benefiz-Kunstkalender“, erklärt er. Brigitte Machnitzke vom Frauenhaus dankte für die Hilfe des Apothekers und die Unterstützung des Bürgermeisters und zeigte sich begeistert, dass das Projekt auf vielfältige Weise unterstützt wird. „Im Namen unseres gesamten Teams sage ich allen, die beim Verkauf helfen und natürlich auch denjenigen, die einen Kalender kaufen, aus ganzem Herzen danke!“ Ein Kalender besteht aus 12 einzelnen Blättern verpackt in einer stabilen Schachtel im Format 10x15 cm, die gleichzeitig als Aufsteller dient. Die Kalenderbilder sind im kunsttherapeutischen Projekt „Kunst-Oase“ entstanden und wurden von Frauen gemalt, die Gewalt erfahren haben und zeitweise im Frauenhaus Wächtersbach untergekommen waren oder noch dort leben. Auf den Rückseiten der Kalenderblätter finden sich Informationen sowie hilfreiche Adressen im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt. „Angebote wie die „Kunst-Oase sind nur durch Spenden möglich. Als gemeinnütziger Verein haben wir schon verschiedenste Aktionen zugunsten des Frauenhauses organisiert, etwa Benefizveranstaltungen oder die sehr erfolgreichen Taschenbörsen. Mit Blick auf die Pandemie haben wir die in jedem Fall Corona-konforme Idee des Benefiz-Kunstkalenders entwickelt“, erklärt Marion Wögler von aristanet e.V. Alle Verkaufsstellen für den Benefiz-Kunstkalender sowie weitere Informationen sind auf der Website aristanet.de zu finden.

 

Ansprechpartnerin für die Presse:

Marion Wögler

Telefon: 06051 883520 und 0171 4751269

E-Mail: mwoegler@mindspin.de

Mit Kunst Veränderungen bewirken

 

GN, 28.10.2021 - Das Atelier für Kunst und Kreativität von Sabine Räbiger in Linsengericht-Altenhaßlau ist eine von 35 Verkaufsstellen, in denen der Benefiz-Kunstkalender „Befreiende Kunst“ erhältlich ist. Dies ist kein Zufall, sind doch hier die Bilder entstanden, die von den Frauen des Netzwerks aristanet e.V. für die erste Auflage ihres Benefiz-Kalenders ausgewählt wurden. Gemalt wurden die Bilder von Frauen, die Gewalt erfahren haben und zeitweise im Frauenhaus Wächtersbach untergekommen waren oder noch dort leben.

 

Die „Kunst-Oase“ im Atelier der Kunsttherapeutin ist ein Angebot, sich der eigenen Geschichte mit künstlerischen Mitteln anzunähern. „Die bildende Kunst ist, genau wie auch die Musik, eine universelle Sprache, in der sich vieles ausdrücken lässt, wofür oftmals Worte fehlen“, beschreibt Sabine Räbiger den Ansatz. Seit 2008 ist sie als Kunsttherapeutin tätig und fest davon überzeugt, dass sich durch künstlerische Prozesse Veränderungen sowohl beim Individuum wie auch in der Gesellschaft bewirken lassen. Konkret befragt zur Arbeit mit den Frauen in der „Kunst-Oase“ erklärt sie: „Viele der Frauen mussten ihre gewohnte Umgebung, manchmal auch ihre Heimat verlassen und haben schlimme Erfahrungen gemacht. Heimweh oder Traurigkeit lässt sich in den Bildern ausdrücken, auch wenn die Worte dafür fehlen. Im künstlerischen Prozess können die Frauen imaginieren, wohin ihr persönlicher Weg gehen soll. Ich begleite die Frauen bei diesen inneren Prozessen. Die positiven Erfahrungen und das Staunen über die eigenen Fähigkeiten verleihen oft ein neues Selbstbewusstsein. Dass die künstlerische Arbeit der Frauen nun auch in Form des Benefiz-Kunstkalenders sichtbar geworden ist, freut mich natürlich sehr, denn damit erfahren sie einen weiteren positiven Schub.“ Der Verkauf des Benefiz-Kunstkalenders zugunsten der Arbeit des Frauenhauses in Wächtersbach ist inzwischen in vollem Gange. Die Kalender gibt es in Geschäften und weiteren Stellen von Alzenau bis Wächtersbach. Auf der Website aristanet.de sind alle Verkaufsstellen gelistet. Ein Kalender kostet 10 Euro. Der Erlös wird zu hundert Prozent an das Frauenhaus Wächtersbach gespendet. Dies ist dank der Bezuschussung der Produktionskosten durch die Kreissparkasse Gelnhausen, die Kreiswerke Main-Kinzig, die Stadtwerken Gelnhausen und die Agentur brandesmedia möglich. „Wer einen Aufstellkalender im Format A6 kauft, erwirbt nicht nur einen hübschen Blickfang, sondern unterstützt direkt die Arbeit des Frauenhauses und erfährt vieles über Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt. Die Rückseiten der Kalenderblätter bieten umfangreiche Informationen sowie hilfreiche Adressen im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt“, erklärt Heike Marrek, Vorsitzende von aristanet e.V.

 

Ansprechpartnerin für die Presse:

Marion Wögler

Telefon: 06051 883520 und 0171 4751269

E-Mail: mwoegler@mindspin.de

Benefiz-Kunstkalender 2022 fürs Frauenhaus Wächtersbach

  • Ziel: 10.000 Euro fürs Frauenhaus Wächtersbach und Aufmerksamkeit für das Thema häusliche Gewalt
  • Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler ist Schirmherrin des Kunstkalenders.
  • Referat für Frauenfragen und Chancengleichheit und heimische Wirtschaft unterstützen das Projekt.
  • Verkauf hat begonnen. Verkaufsstellen von Alzenau bis Wächtersbach

 

GN, 13.09.2021 - Mit Kunst gegen Gewalt an Frauen und Mädchen – das ist die Idee des Benefiz-Kunstkalenders, den das Frauennetzwerk aristanet e.V. für das Jahr 2022 aufgelegt hat. Schirmherrin des Kalender-Projekts ist die Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler. Ein Kalender kostet 10 Euro, der Verkauf ist dieser Tage angelaufen. Mit einer Auflage von 1.000 Kalendern sollen bis Jahresende 10.000 Euro zur Unterstützung des Frauenhauses Wächtersbach erlöst werden.

 

Die Bilder des Kalenders sind im kunsttherapeutischen Projekt „Kunst-Oase“ entstanden, einem Angebot des Frauenhauses Wächtersbach in Kooperation mit der Kunsttherapeutin Sabine Räbiger (Linsengericht). Gemalt wurden sie von Frauen, die zeitweilig im Frauenhaus leben oder gelebt haben. Einige dieser Kunstwerke waren auch in der Wanderausstellung „Befreiende Kunst“ unter anderem im April 2019 im Main-Kinzig-Forum zu sehen.

„Der Benefiz-Kunstkalender ist ein echter Blickfang geworden und wird daher sicherlich schnell verkauft sein. Ich freue mich sehr über diese kreative Idee und das Engagement der Frauen von aristanet. Sehr gerne habe ich die Schirmherrschaft für dieses Projekt übernommen“, unterstreicht Susanne Simmler.

Der Benefiz-Kunstkalender im Format 12x16 cm ist zum Hinstellen, zum Beispiel auf dem Schreibtisch, gedacht. Die Kalenderblätter sind auf umweltfreundlichem Papier gedruckt und liegen in einer Kartonbox, die gleichzeitig als Aufsteller dient. Erhältlich ist der Kalender an vielen Stellen von Alzenau bis Wächtersbach, die auf der Website aristanet.de zu finden sind. Auch Bestellungen per E-Mail an kalender@aristanet.de sind möglich.

 

Häusliche Gewalt ist in Deutschland erschreckende Realität

„Der Benefiz-Kunstkalender ist unsere Corona-konforme Unterstützungs-Aktion für das Frauenhaus Wächtersbach in diesem Jahr. Neben dem Erlös von Geld geht es auch darum, das öffentliche Bewusstsein für das Thema Gewalt gegen Frauen und Mädchen, insbesondere häusliche Gewalt, zu schärfen“, erklärt Heike Marrek, 1. Vorsitzende von aristanet e.V., vor dem Hintergrund, dass häusliche Gewalt leider erschreckende Realität ist. Im fünften Jahr in Folge verzeichnete die im Dezember 2020 veröffentlichte Polizeiliche Kriminalstatistik einen Anstieg der häuslichen Gewalt in Deutschland. Rund jede vierte Frau erlebt mindestens einmal in ihrem Leben körperliche und oder sexualisierte Gewalt durch einen Beziehungspartner. Durchschnittlich jeden Tag versucht in Deutschland ein Mann seine Partnerin oder Ex-Partnerin zu töten. Im Jahr 2020 endete die Gewalt durch den (Ex-)Partner für 117 Frauen tödlich. „Deshalb lautet der dringende Appell: Hinsehen statt wegschauen. Hier sind insbesondere Mitmenschen gefragt, die Anzeichen zu bemerken. Der Benefiz-Kunstkalender bietet auf den Rückseiten der Kalenderblätter Informationen und zeigt auf, wie geholfen werden kann“, betont Susanne Simmler.

 

Verkaufserlös wird zu 100 Prozent gespendet

„Wer den Kalender kauft, unterstützt direkt die Arbeit des Frauenhauses und erfährt vieles zum Thema Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt. Dazu gibt es hilfreiche Adressen im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt. Außerdem sind einige Geschichten von Frauen veröffentlicht, die ihren Weg aus der Gewalt gefunden haben“, wirbt die Kreisfrauen- und Gleichstellungsbeauftragte Grit Ciani für das Benefiz-Projekt. „Als Verein setzen wir uns für die Gleichstellung der Geschlechter sowie die berufliche Förderung von Frauen ein. Zudem engagieren wir uns gegen Gewalt an Frauen und Mädchen und unterstützen unter anderem die Arbeit des Vereins Frauen helfen Frauen e.V. Wächtersbach, der dort das Frauenhaus und eine Beratungsstelle betreibt. Den Verkaufserlös des Benefiz-Kunstkalenders spenden wir zu hundert Prozent. Wir danken der Kreissparkasse Gelnhausen, den Kreiswerken Main-Kinzig, den Stadtwerken Gelnhausen und der Agentur brandesmedia, ohne deren großzügige Unterstützung das nicht möglich wäre. Darüber hinaus bedanken wir uns bei Susanne Simmler und Grit Ciani für die engagierte Begleitung“, unterstreicht Heike Marrek.

 

Ohne Spenden geht es nicht

Für das Frauenhaus Wächtersbach berichtete Lea Kircher vom „Verein Frauen helfen Frauen Wächtersbach e.V.“, dass dort in der Zeit seit der Eröffnung im Jahr 1992 bis Dezember 2020 insgesamt 1.297 Frauen und 1.374 Kinder aufgenommen wurden. Weiter wies sie darauf hin, dass der Verein, der sich aus kommunalisierten Mitteln sowie Zuschüssen des Kreises und der Kommunen finanziert, auf Spenden angewiesen ist. „Nicht zuletzt aufgrund der großen Spendenbereitschaft können wir besondere therapeutische Angebote wie die ‚Kunstoase‘, aber auch Angebote für die Kinder im Frauenhaus verwirklichen“, erläuterte Lea Kircher.

 

aristanet e.V.

Der gemeinnützige Verein aristanet e.V. ist ein branchenübergreifendes Netzwerk von Freiberuflerinnen, selbstständigen und angestellten berufstätigen Frauen im Main-Kinzig-Kreis. Die aristanet-Frauen setzen sich für Gleichstellung und die berufliche Förderung von Frauen ein. Bereits langjährig engagiert sich der Verein durch Verkaufsaktionen und Benefiz-Veranstaltungen gegen Gewalt an Frauen und Kindern und unterstützt die Arbeit der beiden Frauenhäuser im Main-Kinzig-Kreis.

 

Ansprechpartnerin für die Presse:

Marion Wögler

Telefon: 06051 883520 und 0171 4751269

E-Mail: mwoegler@mindspin.de

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